Bundesliga-Team mit 5:4-Krimi in Aachen

Der 4. Spieltag war kein bißchen langweiliger als der letzte Spieltag in Karlsruhe. Auch beim TK Blau Weiss Aachen mussten die 08-Fans mit reichlich grauen Haaren Vorlieb nehmen. Der Spannungsfaktor war wieder einmal ungemein hoch und das 08-Team bestand vor knapp 500 Zuschauern auch dieses Spiel mit Bravour. Aufregung gab es aber bereits am Vorabend als Tadeja Majeric ihren Anschlussflug in Frankfurt verpasste und dafür erst morgens früh in Düsseldorf landete. Doch auch dieses war für das krisenerprobte 08-Team kein Problem und man bugsierte Tadeja pünktlich auf den Platz.

Die 1. Runde lief mit Marina Melnikova an Pos. 2, Elise Mertens an Pos. 4 und Michaela Honcova an Pos. 6 zunächst relativ entspannend für die Moerser Fans. Alle drei gewannen den 1. Satz glatt, so dass alles auf ein 3:0 hinauslief. Doch Tennis ist halt nicht planbar und die Aachenerinnen hatten einiges dagegen. Marina wehrte die Angriffe von Klaartje Liebens allerdings nach Belieben ab und brachte die Belgierin mit dutzenden von gefühlvollen Stopps schier zur Verzweiflung. Anders dagegen bei Elise, die für die verhinderte Rebecca Peterson einsprang. Elise verlor im 2. Satz völlig den Faden gegen Marie Benoit und musste in den Match-Tiebreak. Leicht gehandicapt durch eine Rückenblessur kam sie auch hier nicht mehr ins Spiel und unterlag mit 5:10. Angetrieben durch die jetzt lautstarken Aachener Fans gab auch Michaela etwas überraschend den 2. Satz im Tiebreak aus der Hand. Steffi Distelmans dominierte das Match in dieser Phase vor allem mit ihrer starken Vorhand. Doch im Match-Tiebreak war Michaela wieder hellwach und gab ihre Führung nicht mehr aus Hand und sicherte sich mit 10:7 den Sieg.

Patricia Mayr-Achleitner hatte an Pos. 1 wieder kein Erfolgserlebnis. Bis zum 3:2 im 1. Satz konnte man noch hoffen, doch danach machte Quirine Lemoine kurzen Prozess und brachte Aachen mit einem 6:3 und 6:1-Erfolg den 2:2 Ausgleich. An Pos. 3 musste sich Laura anfangs auf das teilweise unorthodoxe Spiel von Veronika Kapshay mit vielen unterschnittenen Bällen einstellen. Bei 3:4 im 1. Satz lag sie allerdings dann letzmalig hinten. Mit excellenten Topspinschlägen zog sie Kapshay den Zahn und holte mit 6:4 und 6:2 den 3. Moerser Punkt. Der 4. Punkt lag in der Luft, zumal Tadeja anfangs überhaupt keine Probleme mit Maire Benoit hatte. Knackpunkt im 2. Satz waren dann 2 Spiele mit 40:0 und 40:15-Führung, die Tadeja trotz bester Chancen nicht für sich entscheiden konnte. So fand sie sich auf einmal im Match-Tiebreak wieder und hatte hier mit 6:10 das Nachsehen.

Wie schon in Karlsruhe wurde eifrig über die Doppelaufstellung diskutiert, zumal man die Doppelstärke von Aachen nicht außer Acht lassen durfte. Letztendlich entschied sich die Mannschaft für Marina/Elise im 1. Doppel, Patricia/Tadeja im 2. Doppel und Laura/Michaela im 3. Doppel.

Laura und Michaela verstanden sich auf dem Platz zwar prächtig, doch die Punkte machten Kapshay/Distelmans. Nach knappen 20 min. war der 1. Satz schon mit 0:6 beendet. Dafür lief es bei Marina und Elise blendend. Gegen Lemoine und die Doppelspezialistin Demi Schuurs spielten sie einen überragenden 1. Satz mit 6:1. Auch Patricia und Tadeja hatten einen sehr guten Rhythmus und sicherten sich den 1. Satz mit 6:2. Damit schien es für Moers auf das 1. und 2. Doppel hinauszulaufen, denn Laura und Michaela lagen auch im 2. Satz bereits mit 0:2 zurück. Doch ähnlich wie letztes Jahr in Berlin, fanden die beiden tatsächlich ins Spiel zurück und konnten bei 4:4 erstmals ausgleichen. Patricia und Tadeja hatten zeitgleich den Beginn des 2. Satzes verschlafen und lagen stetig mit einem Break zurück. Unbeeindruckt zeigten sich Marina und Elise auch von einem kurzfristigen Rückstand und konnten sich einen 5:3-Vorsprung erarbeiten.
Mittlerweile hatten Laura/Michaela die aufkommende Unsicherheit der Aachenerinnen eiskalt ausgenutzt und den 2. Satz mit 6:4 gewonnen. Und was die beiden dann im Match-Tiebreak veranstalteten, war absolut sehenswert. Die kleine Moerser Schar war hellauf begeistert als Laura und Michaela den Matchball zum 10:5 verwandelten. Nebenan hatten sich auch Patricia und Tadeja wieder gefangen und lagen jetzt mit 5:4 in Führung. Bei einer 40:15-Führung konnte Aachen noch mal einen Matchball abwehren, doch danach war es um Aachen geschehen. Patricia und Tadeja verwandelten den Matchball zum vielumjubelten Moerser Sieg.
Fast untergegangen war da auf Platz 1 der Matchball für Marina und Elise beim Stand von 6:5. Doch Aachen konterte und rettete sich in den Tiebreak. Durch den mittlerweile feststehenden Sieg schlichen sich jetzt einige Unkonzentriertheiten bei den beiden ein, so dass auch hier der Match-Tiebreak entscheiden musste. Und wer noch nicht den Heimweg angetreten hatte, wurde mit tollen Ballwechseln belohnt, die allesamt eine Werbung für Doppel im Damentennis waren. Letztendlich waren die Moerserinnen das etwas unglücklichere Team und unterlagen mit 7:10.

Das tat der Stimmung im Team natürlich keinen Abbruch. Mit diesem Sieg kann man im Heimspiel gegen BW Berlin am 5.7. vor hoffentlich vielen Zuschauern den Klassenerhalt endgültig perfekt machen.

Ergebnisse

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