Julia Rennert holt mit bester Turnierleistung erste Punkte für Tennisweltrangliste

Artikel von Michael Rennert
Überraschend hat 08-Nachwuchstalent Julia Viktoria Rennert bei den Sermelux Open in Pétange (Luxemburg, 15.000 $) das Viertelfinale des ITF-Turniers erreicht. Zunächst musste sie sich in zwei Matches für das Hauptfeld qualifizieren.

In der ersten Runde führte sie das Los gegen die Deutsche Nathalie Pröse (WTA 1158) als Nr. 1 von nur drei gesetzten Spielerinnen. Den 1. Satz konnte Julia nach Abwehr eines Satzballes mit 10:8 im Tiebreak für sich verbuchen. Danach gab sie den 2. Satz mit 0:6 ab, um im 3. Satz unglücklich mit 1:5 in Rückstand zu geraten. Danach drehte sie die Begegnung und gewann ohne Zulassung eines Matchballes mit 7:5.

Im Quali-Finale traf sie auf die Schweizerin Corina Mader, der nur ein Weltranglistenpunkt fehlte, um auch für die Qualifikation gesetzt zu werden. Nach verschlafenem 1. Satz (2:6) fand Julia in die Begegnung und konnte die restlichen beiden Sätze mit 6:4, 6:2 souverän für sich entscheiden.

Im Hauptfeld war die an Position 8 gesetzte Tschechin Diana Sumowa (WTA 654) ihre erste Gegnerin. Den 1. Satz bestimmte Julia mit nahezu fehlerfreiem Spiel bis zum 6:3. Danach schlichen sich einige Konzentrationsschwächen ein und sie lag mit 2:5 zurück. Doch dann nahm sie das Heft in die Hand und gewann über 5:5 den Tiebreak mit 7:2.

Das anschließende Achtelfinale bestritt sie mit der gleichaltrigen Isabella Pfennig, amtierende Deutsche Freiluftmeisterin und Julias Warm-Up-Partnerin in Luxemburg. Isabella hatte in der Runde zuvor die amtierende Hallenmeisterin Mina Hodzic mit 6:3, 6:1 besiegt und lieferte sich mit Julia einen ausgeglichenen, fairen und spielstarken Wettkampf, der auf Messers Schneide stand. Nach beidseitig vielen Höhen und wenig Tiefen konnte sich Julia mit 7:5, 3:6 und 6:4 durchsetzen.

Mit 11 Stunden Spielzeit und 4 Matches ging es gegen die Luxemburgerin Eleonora Molinaro (WTA 810), die für das Hauptfeld qualifiziert war und erst 3 Stunden Spieldauer in den Beinen hatte. An diesem Tag war Eleonora die frischere und bessere Spielerin. Julia wehrte sich tapfer und engagiert, vermochte aber nicht, Spielvorteile in Spielgewinne umzusetzen und verlor nach hartem Kampf etwas zu hoch mit 6:2, 6:3.

Dennoch hat sie ihr bisher bestes Turnierergebnis erzielt. Der ungeplant lange Aufenthalt an 7 Tagen in Luxemburg bot aber den Vorteil, neben der Erledigung von Schulaufgaben auch ihre französischen Sprachkenntnisse praktisch anwenden zu können.

Foto: Val Wagner

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